Malsch: Seniorennachmittag vom 15.07.026

20.07.2026 |

Technische Bürgerhilfe und erlebniswerte Fahnenweihe,
standen diesmal durch Vertreter der Hilfe wie den Feuerwehr-Kommandanten von 1999 im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit.

Technische Bürgerhilfe und erlebniswerte Fahnenweihe,
standen diesmal durch Vertreter der Hilfe wie den Feuerwehr-Kommandanten von 1999 im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Einsichtig und eindrucksvoll erhielt man beim Senioren-Nachmittag zu beiden Programmpunkten erläuternde Hinführung wie jeweilige Videobeiträge dazu. Ein Geschenk für alle Interessierten, die sich trotz „warmherziger“ und ungewisser Witterung angesprochen fühlten und ins Pfarrheim gekommen waren.
 
Nach der üblichen Kaffee- und Kuchenrunde übernahmen zunächst Ewald Born und Ralf Billmaier von der „techn. Bürgerhilfe“, der Malscher Klimawerksatt zugeordnet, das Wort. Deren einst ausgeübten Berufe als Werkzeugmacher und Ingenieur sowie als Elektromeister lassen sie heute aus ihrem damaligen Erfahrungswissen schöpfen, um fachkundig bei Problemen in Haus, Hof und Garten mit Rat und Tat zur Seite stehen zu können. Insbesondere älteren Bewohnern geben sie gerne Auskunft, ob sich eine Reparatur noch rentiert, und geben Vorschläge beim Einholen von Handwerkern und Angeboten. Einer Liste von Defekten und Problemen mit Strom und Heizung, Wasser und Abfluss von der Regenrinne bis in die Küche, sowie für manche Sanierung von Dach, Fenster und Wände, konnte man entnehmen, wofür sie engagiert, bisweilen den notwenigen Handgriff machen oder nach Möglichkeit durch Beratung eine Behebung von Abnutzung und Schaden herbeiführen. Dass inzwischen Photovoltaik und Wärmepumpen ebenfalls nutzbringend bedacht werden, ist selbstverständlich. Denn oftmals sind es bekanntermaßen Kleinigkeiten und Lappalien, wozu sich Handwerker für einen Handgriff oder eine Stunde Arbeitszeit schwerlich zu kommen ansprechen lassen. Im Dank und Beifall bekundeten die Senioren ihre offenherzige Wertschätzung dieser Vorstellung.
 
Danach ging es mit dem Malscher Urgestein Leo Müller, der vor über 25 Jahren als Feuerwehr-Kommandant seinen Dienst tat und heute im Tierpark mithilft. 30 Jahre war er in Malsch, dann 30 Jahre in Walldorf ehrenamtlich tätig und einst „ungewollt“ zur Feuerwehr gekommen. „Für Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“, galt auch sein Einsatz. Das Jahr 1999 wurde für ihn dabei zum einschneidenden Erlebnis, denn seine Feuerwehr sollte endlich dem Herzensanliegen gemäß eine Feuerwehrfahne erhalten. In einer sehr persönlichen Kurzvorstellung vermittelte er auch seine religiöse Motivation für diese „wehrhafte“ Tätigkeit. Denn neben dem Tun in der Feuerwehr mit einem Neubau 1994, der Anschaffung von Geräten und Feuerwehrauto gehörte für all die Notfälle und Einsätze auch ein geistig-geistliches Symbol dazu, was durch die Fahne verkörpert wird. Unter „Gottes Schutz und Begleitung“ werden so zeichenhaft menschliche Bereitschaft und Ehrenamtlichkeit gestellt. „So fühlen wir uns dem Gebet wie der Nächstenliebe verpflichtet. Von Anfang an war ich bei meiner Arbeit von einer Fahne überzeugt und strebte danach. Denn, es ist ein schöner Brauch durch die Fahnenweihe Gott wertschätzend mit im Spiel zu haben.“ Dementsprechend vermittelt die Fahne auf der einen Seite eingestickt den traditionellen Wahlspruch der Feuerwehr. Er drückt eine tiefe christliche und humanitäre Motivation der Einsatzkräfte aus. Auf der anderen Seite kommen Malsch und die Heimat-Verbundenheit zum Ausdruck mit den Symbolen von Wappen und Reben, von Letzenberg und Kirche, von Rathaus und Feuerwehrneubau.  
Per Video konnte man dann all die Ereignisse miterleben. Begleitet wurde die Abendveranstaltung im Mai 1999 von der Musikkapelle Konkordia Malsch, von Chören wie dem Frauenchor und dem MGV, der dieser Tage sein 150jähriges Bestehen begeht. Mit all seinen unvergesslichen Originalen und einstig Aktiven bot sich den Senioren die Möglichkeit an, vertrauet Gesichter wieder zu entdecken und Erinnerungslücken aufzufüllen. Neben den wertschätzenden Worten des Malscher Kommandanten damals, neben den Führungspersönlichkeiten landesweit tätiger Feuerwehr-Verantwortlicher, kamen auch politisch Verantwortlichen wie Bgm Knopf und Geistlichen Egner-Walter und Rensch zu Wort und ins Bild mit ihren unvergesslichen Gesichtszügen vor über 27 Jahren. Alfons Stegmüller führte moderierend durch die Festveranstaltung. Der „Große Zapfenstreich“ war abschließend Höhepunkt dieses Abends mit seiner eindrucksvollen Würdigung voll Ergriffenheit und Heimatliebe. Im Dank für die offenherzige Weitergabe dieses Großereignisses 1999 an Leo Müller, sowie für den film‘schen Zusammenschnitt durch Peter Silver vom Heimatverein, verabschiedete sich Josef Eisend im Namen von Senioren und Nachmittagsteam, nicht ohne vorher ‚hitzefreie‘ Sommerzeit zu wünschen, und auf das Wiedersehen am Mi, den 23.Sept.26 hinzuweisen, wenn es mit dem Weingut Bös heißt: „Edle Tropfen der Heimat“. (JE)